Das Wahlstiftdebakel

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an den Versuch der »Arbeitsgemeinschaft Wahlstift« in Hamburg mit ihrem Produkt Fuss zu fassen, und der Stadt ihr Produkt für ihre Wahlen anzudrehen. Damals fanden ein paar findige CCC’ler aus Hamburg heraus, wie die Funktionsweise des Wahlstiftes sehr einfach zu manipulieren war.

Daraufhin verkündete der CCC Hamburg, sie hätten den Wahlstift gehackt. Gegen diese Verlautbarung klagte die »ARGE Wahlstift« 2008 und bekam, soweit ich mich erinnern kann, in erster Instanz recht. Der CCC hatte angeblich falsche Tatsachen behauptet und sah sich nun den Folgen des Verfahrens gegenüber.

Die »ARGE Wahlstift« hing ihre Klage daran auf, dass die Technik des Wahlstiftes nicht gehackt worden sei. In Wirklichkeit wurde auch nicht der Stift gehackt, sondern das System wie der Stift die Stimmen zählte. Mit einem handelsüblichen Scanner und einem einigermaßen guten Drucker konnten manipulierte Wahlzettel gedruckt werden. Der Stift ermittelte nämlich seine Position auf dem Papier und damit auch die Partei für die die Stimme abgegeben wurde, anhand einer Matrix aus Mikropunkten. Diese konnte jedoch ziemlich einfach gescannt, im Photoshop/GIMP ersetzt und mit einem Handelsüblichen Farblaserdrucker wieder ausgedruckt werden.

Inzwischen gibt es ein neues Urteil in dem der CCC Recht zugesprochen bekommen hat.

Hier die Meldung von ccc.de http://ccc.de/de/updates/2009/wahlstift-hersteller-mussen-gerichtliche-schlappe-gegen-den-chaos-computer-club-einstecken

Ende gut, alles gut. (Hoffentlich)