Homebrew und crlf

Git ist ein verteiltes Versionskontrollsystem. Soweit so gut. Genauer werde ich in diesem Artikel nicht darauf eingehen, schreibe aber seit einiger Zeit an einer Kurzeinführung.

Nun will es der Zufall, dass ich Git für einige Webprojekte einsetze. Auf diversen Seiten, so auch auf Github gab es den Hinweis, in der Config folgendes Einzutragen:

autocrlf = true

Dies verhindert mögliche Probleme mit Windowsusern, wenn deren Editor mit LF Zeilenenden (Standard unter Unix und Linux Systemen, und eben auch unter Mac OS X) nicht zurecht kommt. Da viele Editoren unter Windows LF automatisch in CRLF (Windows Zeilenendsteuerzeichen) umwandeln, würde dies Änderungen in jeder Zeile einer geänderten Datei ergeben.

Daher solle man doch lieber gleich mit CRLF arbeiten, wenn ggf. Windowsuser mit ins Repository pushen.

So weit so gut. Bis vor einiger Zeit funktionierte das auch alles wunderbar, und funktioniert auch immer noch.

Allerdings macht das mit Homebrew Probleme. Homebrew ist ein Packetmanager für Mac OS X, ähnlich wie MacPorts oder Fink. Homebrew ist wesentlich schlanker als oben genannte Alternativen und setzt wenn möglich auf Versionen von Programmen, die bereits standardmäßig auf OS X vorhanden sind.

Auf jeden Fall hat der Aufruf von ‘brew’ mir folgende Fehlermeldung eingebracht:

-bash: /usr/local/bin/brew: /usr/bin/ruby^M: bad interpreter: No such file or directory

Ich konnte mir erst keinen Reim darauf machen. Was ist passiert? brew hat beim Updaten sich selbst überschrieben und die Zeilenendsteuerzeichen von LF auf CRLF geändert und sich damit selbst ins Nirvana geschossen, da es Ruby nicht mehr aufrufen konnte.

Ich habe /usr/local/brew in Textmate geöffnet und neu unter gleichem Namen, jedoch mit LF statt CRLF gespeichert. In der Datei /usr/local/.git/config habe ich noch folgende Zeile eingetragen:

autocrlf = false

Das überschreibt den Wert aus ~/.gitconfig und verhindert das Umwandeln.
Vielleicht ist es auch einfach Sinnvoll Auto-CRLF nur zu setzen, wenn man es wirklich braucht. Keine Ahnung.

Jedenfalls wollte ich an dem Problem, bzw. dessen Lösung teilhaben lassen, da ich irgendwie keine sinnvollen Ergebnisse ergooglen konnte.

22 Feb 2010 Noch keine Meinung Tweet this



GnuPG 1.4.10 für Mac OS X 10.6 und GPGMail

In einer Meldung vom 2.9. meldet MacGPG, dass Jonas Schnelli den Code von GPGMail auf 10.6 portieren will. Leider wird es zunächst nur eine 32-bit Version geben. Wir können aber auf eine 64-bit Version hoffen.

Zusätzlich soll es in den nächsten Tagen einen Installer für GnuPG 1.4.10 für den Mac geben (MacPGP). Es existiert jedoch schon eine Anleitung, wie man sich GnuPG 1.4.10 auf dem Mac selbst kompilieren kann.

15 Okt 2009 2 Meinungen Tweet this



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